Poltava, Ukraine

Nationaluniversität „Poltava Polytechnic named after Yuri Kondratyuk”

Fertigstellung: Dezember 2024

Funktionale Zweckbestimmung: Bildungseinrichtung

Belüftete Fläche: 12 110 m²

Art der Lüftung: dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Ausstattung:

  • 25 Stück DVUT 500 P BE2 EC
  • 11 Stück DVUT 300 P BE2 EC
  • 3 Stück VUT 3000 PV EC
Die Nationale Universität „Poltava Polytechnic named after Yuri Kondratyuk“ ist eine der führenden Hochschulen in der Zentralukraine und verbindet eine lange Geschichte mit einem modernen Ansatz in der Ausbildung von Fachkräften. Die Universität verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur mit neun akademischen Gebäuden, fünf Studentenwohnheimen, Laborkomplexen und einem Zentrum für innovative Technologien. Hier werden Studenten in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Architektur und Bauwesen, Geisteswissenschaften und IT ausgebildet. Das Poltawaer Polytechnikum spielt eine wichtige Rolle in der Entwicklung seiner Region. Seine wissenschaftlichen und Forschungsaktivitäten, die Beteiligung an internationalen Projekten und die Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen tragen zur Einführung von Innovationen und zur Ausbildung moderner Fachkräfte bei.
Europäisches Projekt zur energieeffizienten thermischen Modernisierung

Gebäude „A“ ist das erste Gebäude, in dem die thermische Modernisierung erfolgreich umgesetzt wurde

Ende 2024 präsentierte der Rektor des Poltawaer Polytechnikums, Professor Wolodymyr Onyschtschenko, die ersten Ergebnisse eines großangelegten europäischen Projekts zur energieeffizienten thermischen Modernisierung. Dieses Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Investitionsbank (EIB) im Rahmen des Projekts „Hochschulbildung in der Ukraine. Energieeffizienz und nachhaltige Entwicklung“ durchgeführt. Dieses Projekt wurde zu einem eindrucksvollen Beispiel für die Unterstützung, die die ukrainische Hochschulbildung von der Europäischen Union erhält. Dabei kamen technische Lösungen zum Einsatz, die auf energieeffizienten Klimageräten des ukrainischen Herstellers VENTS basierten.

Anforderungen an die Lüftung und bestehende Einschränkungen
Das Projekt umfasste verschiedene technologische Lösungen, aber einer der Schwerpunkte war die Modernisierung der Lüftungssysteme und die Verbesserung des Mikroklimas in den Unterrichtsräumen. Die Projektgruppe der Universität musste Geräte auswählen, die den aktuellen Anforderungen an die Energieeffizienz, den Normen DBN V.2.5-67:2013 und dem Standard DSTU 9190:2022 entsprechen.

Die Einschränkung bestand darin, dass häufig nicht genügend Platz für die Unterbringung von Lüftungsrohren und Lüftungsgeräten vorhanden war oder gar kein Platz vorhanden war. In diesem Fall kamen zentrale Lüftungssysteme nicht zum Einsatz. Um diese Herausforderung zu meistern, entschied man sich für die Montage einer dezentralen Lüftungsanlage, die keine Lüftungsrohre benötigt und direkt im jeweiligen Raum montiert werden kann.
Projektumsetzung basierend auf dem dezentralen Lüftungssystem von VENTS
Für die Lehrgebäude „A“ und „F“ sah das Projekt die Montage energieeffizienter VENTS-Lüftungsanlagen vor: VUT 3000 PW EC mit einer Leistung von bis zu 3000 m³/h sowie Monoblock-Wärmetauscher DVUT 500 P BE2 EC (500 m³/h) und DVUT 300 P BE2 EC (300 m³/h). Diese Anlagen sind vollausgestattete, autonome Lösungen zur Steuerung der Lüftung mit Wärmerückgewinnung.
 Ein DVUT 300 P1 BE2 EC Wärmetauscher ist im Hörsaal 403-F des Gebäudes „F“ installiert
Die Wärmerückgewinnungseinheit DVUT 300 P1 BE2 ist im Auditorium 404-F des Gebäudes „F“ installiert
DVUT 500 P BE2 EC A25-Einheiten sind im Hörsaal 206-A des Gebäudes „A“ installiert
Der Hauptvorteil der dezentralen VENTS-Systeme liegt in der einfachen Automatisierung und der Möglichkeit, die Raumklimaparameter in jedem einzelnen Raum präzise zu regeln. Die in Hörsälen installierten Wärmetauscher DVUT 500 P BE2 EC können in CO₂-konzentrationsabhängigen Betriebsmodi arbeiten (sofern sie mit CO₂-1-Sensoren von VENTS ausgestattet sind). Dadurch lässt sich die Zuluftmenge dynamisch anpassen, was ein hochwertiges Raumklima gewährleistet und den Energieverbrauch minimiert.
Das automatische Steuerungssystem sorgt für den koordinierten Betrieb aller Anlagenkomponenten und maximale Energieeffizienz. Aktoren führender internationaler Hersteller garantieren Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und die Einhaltung hoher Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit – ein entscheidender Faktor für Gebäude mit zahlreichen technischen Systemen. Über das direkt im Hörsaal befindliche A25-Bedienfeld kann der Laborassistent die Betriebsmodi des Wärmetauschers überwachen und anpassen.
Standort des A25-Bedienfelds des
DVUT 500 P BE2 EC A25-Monoblocks
A25 Monoblock-Bedienfeld

Alle Wärmetauscher werden direkt in den zu belüftenden Räumen montiert, an der Decke auf Metallkonstruktionen (Stangen, Halterungen, Rahmen) befestigt und erfordern keine schweren Maschinen für die Lieferung oder Montage – das vereinfacht die Logistik und verkürzt die Projektdauer.
Montage von DVUT 500 P BE2 EC Monoblock-Wärmetauscher in einem der Hörsäle durch Fachkräfte des Auftragnehmers
Installierte Geräte DVUT 500 P BE2 EC A25
im Hörsaal 202-A des Gebäudes „A”
Angesichts der Kampfhandlungen in der Ukraine und der Beschießungen durch das Aggressorland auch auf die zivile Infrastruktur unseres Landes sind es gerade dezentrale Lüftungssysteme, die das Ausmaß der Zerstörung von Gebäuden und Bauwerken durch die Ausbreitung der Druckwelle einer Explosion und damit die Zahl der dabei betroffenen Menschen verringern.
Allgemeines Lüftungssystem für den Kellerraum des Schutzraums „A“

Zuluftkammer des allgemeinen Lüftungssystems für den Schutzraum auf Basis einer
Wärmerückgewinnungseinheit VUT 3000 PW EС
Praktische Ergebnisse der Modernisierung
Die Montage dezentraler Lüftungssysteme von VENTS sorgte für einen stabilen Luftaustausch, eine Verbesserung des Mikroklimas und eine Senkung des Energieverbrauchs in den Lehrgebäuden der Universität. Die automatisierte Steuerung unter Berücksichtigung des CO₂-Gehalts ermöglichte eine Optimierung der Betriebsmodi der Anlagen und eine Steigerung der Effizienz der Wärmeenergienutzung.